Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland - Präsentationsfolien und Erläuterungen

1.1.12 Ausbildung und Beruf


Wir leben in einer Arbeitsgesellschaft, deren Lebenssinn in großem Maße über berufliche Arbeit, Leistung und Einkommen definiert wird. Wer keine Ausbildung/Arbeit hat, gerät an den Rand der Gesellschaft. Auch Freizeit ist ohne Arbeit eher öde und langweilig. Die meisten jungen Menschen halten die Arbeit für einen wichtigen Teil des Lebens, stellen aber auch Anforderungen an die Qualität der Arbeit (Abwechslung, Kontaktvielfalt, Kreativität und Verantwortung).

Problem:
 

  • Abgänger ohne Schulabschluss (ca. 10%) laufen Gefahr, in die Langzeitarbeitslosigkeit hineinzuwachsen
  • hohe Jugendarbeitslosigkeit (4,3 Mio. Arbeitslose im Dezember 2003, davon mehr als 67.000 unter 20 Jahre (3,6% aller Arbeitslosen) und mehr als 454.000 unter 25 Jahre (8,7% aller Arbeitslosen)
  • drastische Zunahme des Lehrstellenmangels (2002/2003 standen 719.000 Bewerbern nur 546.000 gemeldete Berufsausbildungsstellen zur Verfügung)
  • zielgruppenspezifische Benachteiligungen (Jugendliche ohne Abschlüsse, ausländische Jugendliche, Jugendliche aus strukturschwachen Regionen)
  • geschlechtsspezifische Berufswahlen (Wahlverhalten immer noch geprägt durch Orientierungen an „Männerberufen” - vor allem Industrie/Handwerk- und „Frauenberufen” - vor allem Büro/Dienstleistungen
Forderungen:

    Es ist ein qualitativ hochwertiges und quantitativ ausreichendes Ausbildungsplatzangebot
    erforderlich.
    Notwendig ist die Entwicklung neuer und flexibler Berufsbilder (Medien, Computer, Umwelt).
    Durch aktive Arbeitsmarktpolitik ist jedem jungen Menschen eine Weiterbeschäftigung nach der Ausbildung zu ermöglichen.

Literatur:

Bundesministerium für Bildung und Forschung: Grund- und Strukturdaten 2001/2002. Bonn 2002


Hitliste der Ausbildungsberufe (2000)

Einzelhandelskaufmann/-frau      79.424
KfZ-Mechaniker/-in      78.642
Bürokaufmann/-frau     73.087
Industriekaufmann/-frau  56.172
Energieelektroniker/-in   47.002
Bankkaufmann/frau     46.779
Groß- und Einzelhandelskaufmann/-frau  46.700
Arzthelfer/-in     46.541
Maler/-in, /Lackierer/-in 46.246
Friseur/-in     45.690

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung: Grund- und Strukturdaten 2001/2002. Bonn 2002.


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