Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland - Präsentationsfolien und Erläuterungen

1.1.11 Grundstruktur des Schulwesens in Deutschland


Aufgrund der föderativen Staatsstruktur in Deutschland sind die Zuständigkeiten im Bereich des Bildungswesens zwischen Bund und Ländern aufgeteilt. Große Teile des Bildungswesens, wie z.B. die allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, liegen in der Zuständigkeit der Bundesländer. Zuständigkeiten des Bundes liegen vor allem in folgenden Bereichen: außerschulische Berufsbildung, Ausbildungsförderung, Rahmenplanung und Gesetzgebung im Hochschulbereich.

Die Schulpflicht beginnt mit dem sechsten Lebensjahr. Zur Grundstufe gehören die in der Regel vier Jahrgangsstufen umfassende Grundschule (oder entsprechende Jahrgänge der Sonderschule, z.B. für Kinder mit körperlichen und geistigen Behinderungen sowie großen Lernstörungen).

Mittel- und Oberstufe des Schulwesens werden als Sekundarbereich bezeichnet. Die Mittelstufe (Sekundarbereich 1) kann an den Schularten Hauptschule, Realschule und Gymnasium besucht werden. In einigen Bundesländern bestehen für die 5. und 6. Klasse schulartübergreifende Orientierungsstufen, die den Übergang von der Grund- in die Sekundarstufe 1 erleichtern sollen.
Werden Hauptschule, Realschule und Gymnasium zu einer Schule zusammengefaßt (innere statt äußerer Differenzierung), spricht man von integrierter Gesamtschule.

Die Vollzeitschulpflicht ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt (neun oder zehn Jahre). Die Hauptschule dauert bis zur 9. bzw. 10., die Realschule bis zur 10., das Gymnasium (je nach Bundesländern) bis zur 12. oder 13. Jahrgangsstufe.


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